Fast zeitgleiche Hinweise auf neue helle Objekte der NEOCP- und PCCP-Listen. Im Leerlauf prüft der Dienst minütlich und filtert E-Mail-Alarme nach Standort, Sichtbarkeit und erreichbarer Grenzgröße.
Vorwort
Ich habe dieses private NEOCP/PCCP-Warnsystem eingerichtet, weil ich neue, noch beobachtbare Objekte manchmal zu spät bemerkt habe.
Ein Rechner läuft Tag und Nacht. Solange keine vollständige Auswertung läuft, werden NEOCP und PCCP einmal pro Minute geprüft. Nach einer abgeschlossenen Auswertung folgt sofort die nächste Prüfung. Unter normalen Bedingungen wird ein neuer Listeneintrag deshalb innerhalb von ungefähr einer Minute erkannt.
Die anschließende Auswertung lädt Beobachtungen, berechnet Bahn und Ephemeride und erstellt die Empfängerentscheidung. Alarmberechnung und Versand haben Vorrang; Archiv, Tabellen und Upload folgen danach. Unveränderte Bahnelemente und bereits eingelesene Beobachtungsdateien werden dabei wiederverwendet. Eine laufende Auswertung wird vollständig abgeschlossen und nicht durch eine weitere Minutenprüfung unterbrochen.
RSS/XML, JSON und Discord verwenden die allgemeine Standardauswahl mit Station 500 und 20.0 mag. E-Mail-Abos können zusätzlich eine persönliche Station und Grenzgröße bekommen.
Motivation
Der Dienst soll neue, potentiell beobachtbare Objekte schneller sichtbar machen. Er fasst die aktuellen MPC-Listen, die geladenen Beobachtungen und lokale Find_Orb-Arbeitswerte in prüfbaren Tabellen zusammen.
Dies ist eine private Zusatzinformation und kein offizieller Dienst des Minor Planet Center. Für wissenschaftliche oder operative Entscheidungen sollten immer die Originalquellen und Ephemeriden geprüft werden.
Auch für kleinere Fernrohre
Die Grenzgröße entscheidet, welche Objekte dein Instrument erreichen kann. Ein kleinerer Zahlenwert ist strenger: Mit 18.0 mag wird eine Mail nur erzeugt, wenn das Objekt in der persönlichen 48-Stunden-Ephemeride mindestens 18.0 mag hell wird. Der Standard 20.0 mag lässt entsprechend schwächere Objekte zu.
Bei einer topozentrischen Station enthält die Mail nur Zeiten, zu denen das Objekt mindestens am Horizont steht und die Sonne höchstens −6 Grad hoch ist. Gibt es keine einzige passende Ephemeridenzeile, wird für diesen Empfänger keine Mail gesendet.
Wer keinen eigenen MPC-Stationscode besitzt, kann für die Alert-Berechnung einen vorhandenen Code in der Nähe wählen. Der Stationsfinder berechnet ihn aus Breite und Länge. Je näher der Ersatzstandort liegt, desto besser passen Horizont und topozentrische Ephemeride, besonders bei erdnahen Objekten.
Eigene Astrometrie niemals unter einem fremden Stationscode an das Minor Planet Center melden. Hinweise zum eigenen Code und zum Rover-Verfahren stehen im Stationsfinder.
Registrierung
E-Mail-Benachrichtigungen werden auf Anfrage eingerichtet. Die Registrierungs-Mail muss von genau der Adresse gesendet werden, an die später die Alarme gehen sollen.
Nur für E-Mail-Abos können zusätzlich ein MPC-Stationscode und eine persönliche Grenzgröße angegeben werden. Ohne Angabe gilt Station 500 und 20.0 mag. RSS/XML, JSON und Discord bleiben allgemeine Feeds mit diesen Standardwerten.
Die Station steuert, für welchen Standort die Beobachtbarkeit der Alert-MPEC-Ephemeride geprüft wird. Die Grenzgröße steuert, bis zu welcher Helligkeit eine Mail gewünscht ist; Standard ist 20.0 mag. Eine spätere Änderung ist möglich, indem erneut eine Mail von der abonnierten Adresse mit neuer Station oder Grenzgröße gesendet wird.
Station und Grenzgröße auswählen Registrierungs-Mail mit Standardwerten
RSS, Mail und Discord
RSS/XML und JSON enthalten die aktuellen hellen Objekte der allgemeinen Standardauswahl. E-Mail kann zusätzlich nach persönlicher Station und Grenzgröße gefiltert werden; Discord bleibt ein allgemeiner Kanal.
Über den Discord-Einladungslink MPC NEO Alert auf Discord beitreten erhält man die aktuellen Warnungen direkt im Discord-Kanal.
Tabellen
Bahnelemente kompakt, Bahnelemente voll und Observationstabelle stehen als separate Seiten bereit.